Referenzarchitektur

Einführung in die Referenzarchitektur ISMS‑BPM‑Doku‑Stack

Titel:
Einführung in die Referenzarchitektur ISMS‑BPM‑Doku‑Stack


Zweck dieser Architektur

Diese Referenzarchitektur beschreibt, wie mehrere spezialisierte Anwendungen kombiniert werden, um Informationssicherheit, Prozesse und Dokumentation in einer Organisation strukturiert und prüfbar abzubilden.
Sie dient als Leitlinie für die Konzeption, Implementierung und Weiterentwicklung eines integrierten ISMS‑ und Prozessmanagement‑Stacks.


Zielbild

Ziel ist ein durchgängiger Zusammenhang zwischen:

Dadurch entsteht ein System, in dem Dokumentation nicht losgelöst von der Praxis existiert, sondern direkt mit gelebten Prozessen, Risiken, Kontrollen und technischen Sicherheitsereignissen verbunden ist.


Eingesetzte Anwendungen (Rollen im Gesamtbild)


Leitprinzipien

  1. Klare Aufgabentrennung
    Jede Anwendung hat eine klar definierte Rolle (Doku, Workflow, ISMS/GRC, Security‑Monitoring), um Doppelstrukturen und Medienbrüche zu vermeiden.
  2. Sprechende Bezeichnungen
    Inhalte werden mit verständlichen, ausgeschriebenen Präfixen wie „Prozess – …“, „Richtlinie – …“, „Arbeitsanweisung – …“, „Rolle – …“ und „System – …“ benannt, damit sie für alle Nutzer schnell einzuordnen sind.
  3. Technische Kennungen im Hintergrund
    Kurze Kennungen dienen der technischen Verknüpfung zwischen den Anwendungen, stehen aber nicht im Vordergrund der Benutzeroberfläche.
  4. Lose Kopplung statt harter Abhängigkeiten
    Die Anwendungen werden über einheitliche Kennungen und einfache Verweise verbunden, sodass einzelne Komponenten bei Bedarf ausgetauscht werden können, ohne das Gesamtkonzept zu verlieren.

Anwendungsfälle

Die Referenzarchitektur unterstützt insbesondere folgende Szenarien:


Referenzarchitektur ISMS‑BPM‑Doku‑Stack (CISO Assistant · Flowable · Wazuh · BookStack)“


Referenzarchitektur ISMS‑BPM‑Doku‑Stack

(CISO Assistant · Flowable · Wazuh · BookStack)

Ziel

Dieses Konzept beschreibt, wie CISO Assistant, Flowable, Wazuh und BookStack gemeinsam eingesetzt werden, um Prozesse, Rollen und Berechtigungen, Datenklassifizierung, Risiken und ISMS-Anforderungen konsistent zu erfassen, zu dokumentieren und zu steuern.


1. Aufgabenteilung der Anwendungen

BookStack – Dokumentation & Handbuch

Flowable – Ausführbare Prozesse (BPM)

CISO Assistant – ISMS/GRC

Wazuh – Sicherheitsüberwachung (SIEM/XDR)

Grundregel:


2. Namenskonzept und Präfixe

Für Nutzeroberflächen werden ausgeschriebene Präfixe verwendet, um Inhalte eindeutig einzuordnen, ohne kryptische Kürzel.

Beispiele für Titel:

Technische Kennungen (für Mapping/Automatisierung) werden im Hintergrund genutzt, z.B. als Feld im Dokument, Flowable-Key oder CISO-Custom-Feld:

Die Kennung wird im Kopfbereich der BookStack-Seite dokumentiert und identisch in Flowable und CISO Assistant wiederverwendet.


3. Struktur in BookStack

BookStack dient als zentrale Wissensbasis mit verständlichen Inhalten.

Struktur pro Kunde (Beispiel):

Inhaltlicher Aufbau einer Prozess-Seite (Beispiel „Prozess – Benutzeranlage im Active Directory“):


4. Nutzung von Flowable

Flowable bildet die ausführbaren Workflows ab.

Für jeden relevanten Prozess:

Regel:
Jeder Flowable-Prozess verweist mindestens auf eine Prozess-Seite und – falls vorhanden – eine Arbeitsanweisung in BookStack.


5. Nutzung von CISO Assistant

CISO Assistant ist das zentrale ISMS-/GRC-System.

Pro Kunde werden mindestens abgebildet:

Zusätzliche Felder pro Objekt (Beispiele):

Beispiel-Asset:

So bleibt die Verbindung zwischen Dokumentation (BookStack), Ablauf (Flowable) und ISMS-Sicht (CISO Assistant) konsistent.


6. Nutzung von Wazuh

Wazuh liefert technische Sicherheitsinformationen.

Integration auf konzeptioneller Ebene:

Beispiele:

Diese Incidents oder Risiken können Flowable-Workflows anstoßen, z.B. einen Incident-Prozess oder einen Prozess für Notfall-Berechtigungsentzug.


7. Grundprinzipien für ein sauberes Gesamtbild

  1. Klare Verantwortlichkeiten pro System
    • BookStack: lesbare Dokumentation und Handbuch.
    • Flowable: ausführbare Prozesse.
    • CISO Assistant: Risiko-, Kontroll-, Maßnahmen- und Auditverwaltung.
    • Wazuh: technische Sicherheitslage.
  2. Sprechende Titel mit ausgeschriebenen Präfixen
    • Präfixe wie „Prozess – …“, „Richtlinie – …“, „Arbeitsanweisung – …“, „Rolle – …“, „System – …“ werden durchgängig verwendet.
  3. Technische Kennungen nur für Mapping
    • Kurze Kennungen (z.B. PR-Benutzeranlage-AD) werden konsistent in allen Systemen genutzt, aber nicht als primäre Anzeige für Nutzer.
  4. Verknüpfung über Kennungen und Klartext-Verweise
    • Verknüpfungen zwischen den Systemen erfolgen über einheitliche Kennungen und benannte Verweise, nicht über komplexe, starre Integrationen.